Aufruf zur Beteiligung an der ALOTA 6.0

Liebe Leute, Liebe Genoss*innen,

ein paar Mails habt ihr schon mitbekommen. Nun starten wir ganz offiziell: die Planung der 6. Alota hat begonnen! Um sie wieder zu einer bunten und vielfältigen, radikalen und solidarischen Zeit werden zu lassen, sind wir auf euch und eure Beiträge angewiesen. Uns ist es wichtig, die Idee und das Ziel der ALOTA transparent zu machen, damit wir sie gemeinsam mit euch in den zahlreichen Veranstaltungen umsetzen können.

1. Kritische Perspektive auf Uni und Studium

Wir wollen Menschen, die neu an der Uni sind, neben Musterstudienplan und Regelstudienzeit eine weitere Perspektive bieten. Denn Studieren heißt für uns nicht, nur passiv in riesigen Lernfabriken auf den späteren Arbeitsmarkt vorbereitet zu werden. Vielmehr sehen wir in dieser Lebensphase Potential für Selbstorganisierung, kritische Auseinandersetzung mit der Uni, mit der Welt und sich selbst.

2. Linke Politik in Jena sichtbar und zugänglich machen

Wir wollen die Politiken die in Jena zu den verschiedensten linkspolitischen Themen stattfinden aufzeigen und interessierte Menschen dazu einladen sich mit dazugehörigen Gruppen zu beschäftigen. Durch ein vielfältiges Angebot von Vorträgen, Stadtrundgängen, Workshops und Abendveranstaltungen wollen wir außerdem den Zugang zur linkspolitische Infrastruktur der Stadt erleichtern.

3. Soziale Beziehungen aufbauen

Neben Bildungsinhalten stehen auch Socialising und Vernetzung im Mittelpunkt. Zwischen Couchcafé, Barabenden oder Partys wird es viele Möglichkeiten geben sich kennenzulernen, zu vernetzen und solidarische Beziehungen zu Beginnen.

4. Organisierungsangebote schaffen

Neuankommenden Menschen soll das Eintauchen in linke Strukturen erleichtert werden, indem sie Gruppen, Orte und Projekte mit niedrigschwelliger Mitmach‐Hürde kennenlernen. Dazu können sich Gruppen einerseits im Programmheft oder beim Couchcafé vorstellen, haben aber auch Raum ihr Inhalte in eigenen Veranstaltungen zu vermitteln.

Die Themenschwerpunkte wollen wir dieses Jahr einerseits auf den Rechtsruck und die regionale, antifaschistische Basisarbeit, andererseits auf die ökologische Krise setzen und bitten Euch, dies bei euren Veranstaltungsvorschlägen zu berücksichtigen. Natürlich sind damit andere Inhalte nicht automatisch ausgeschlossen. Mögliche Fragen zu den Schwerpunkten könnten u.a. lauten: Wie läuft antifaschistische Arbeit momentan in Thüringen und wie ist ihr Verhältnis zur anstehenden Landtagswahl? Wie steht es um die Notwendigkeit im Antifaschismus, sich mit zivigesellschaftlichen Akteurinnen zu verbünden und wie steht es um die Staatskritik? Wie sieht es mit selbsternannten rechten „Umweltschützer*innen“ aus? Wo steht die Klimabewegung gerade, wie steht es um ihr revolutionäres Potential? Worin besteht die Verbindung der globalen, ökologischen Krise zu einem selbst und und wie könnte sich das beispielsweise auf das Wohnen auswirken? … diese Fragen sehen wir als Anregung für die Themenfindung – trotzdem gilt es nochmals zu betonen, dass ihr auch vom Schwerpunkt abweichende Themen vortragen könnt.

Auch wollen wir die Bedeutung des Couch Cafés als Ort des Austauschs und Kennenlernens nocheinmal stärken. Es ist das Ziel, dieses Jahr die tagsüber stattfindenden inhaltlichen Veranstaltungen größtenteils in die Uni zu legen. Wenn ihr findet, dass die Uni nicht die passende Atmosphäre für eure Veranstaltung bietet, könnt ihr euch natürlich auch andere Räume selbst organisieren.

Damit die ALOTA weiterhin die Idee eines selbstorganisierten Projektes transportiert, wollen wir euch als Veranstaltende mit einbeziehen und im Vorfeld ein Treffen zum Ziel der Transparenz und des gemeinsamen Austausches zu veranstalten. Plant euch das also gern schon mal für Anfang Oktober mit ein (der genaue Termin folgt noch).

Außerdem wollen wir auf der ALOTA insbesondere Menschen und Gruppen stärken, die negativ von gesellschaftlichen Machtverhältnissen betroffen sind. Daher freuen wir uns über Programmbeiträge von euch! Unsere Programm-AG wird versuchen, die Heterogenität der Veranstaltenden auf dem Schirm zu haben und behält sich vor, nach Möglichkeit Gruppen explizit anzufragen, oder auch Veranstaltungen abzulehnen.

Wenn ihr Interesse habt eine Veranstaltung anzubieten, schreibt uns doch bis zum 31. Juli an alota@riseup.net und füllt dafür den Steckbrief (Erfragen per Mail) aus. Wir bitten euch, diesen Termin ernst zu nehmen, denn in den letzten Jahren war es für uns kräftezehrend immer und immer wieder nachzufragen. Wir freuen uns auf euch und eine widerspenstige, vielfältige undlebendige ALOTA 6.0!

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