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„Knast, Untergrund, Hungerstreik, „Hammerbande“?! Einführung in den Budapest-Komplex“

13 Oktober um 14:00 – 16:00

Im Februar 2023 ist es am Rande des „Tag der Ehre“ in Budapest, dem größten NeonaziEvent Europas, zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Antifaschist*innen und Neonazis gekommen. Daraufhin folgte eine der größten Repressionswellen gegen Antifaschist*innen in Deutschland und europaweit. Gewaltsame Hausdurchsuchungen, umfangreiche Überwachung von Familien und Freund*innen, Anquatschversuche durch den Verfassungsschutz. Mehreren gesuchten Antifaschist*innen, davon fünf aus Jena, gelang es, sich für fast zwei Jahre den Behörden zu entziehen. Mittlerweile sitzt der Großteil von ihnen in Deutschland und Ungarn im Knast.
Ihnen wird vorgeworfen an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen zu sein und eine linksextreme kriminelle Vereinigung nach §129 gegründet zu haben, die im Zusammenhang mit dem „Antifa-Ost“-Komplex stehen soll.
Am 28.06.2024 wurde der*die nichtbinär*e Antifaschist*in Maja aus Jena im Kontext des Budapest-Komplexes rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert und sitzt dort seit mittlerweile über zwei Jahren in Isolationshaft. Langzeit-Einzelhaft, wie sie Maja erlebt, gilt schon schon nach 15 Tagen (!) nach den Nelson-Mandela-Regeln der Vereinten Nationen als psychische Folter. Maja ging im Sommer 2025 mit einem 40-tägigen Hungerstreik gegen die menschenunwürdigen Haftbedingungen im Budapester Gefängnis vor und wurde im Februar 2026 nach einem politisch geführten Schauprozess zu 8 Jahren Haft verurteilt.
Seit Anfang 2025 liefen auch in Deutschland Großverfahren an verschiedenen Oberlandesgerichten an. Die Generalbundesanwaltschaft stellte Anklagen bis hin zu versuchtem Mord“ gegen die Antifaschist*innen auf, obwohl die Verletzungen der Neonazis zu keinem Zeitpunkt schwer genug waren, um zum Tode führen zu können.
Die Repressionsorgane veranlassen unverhältnismäßige Maßnahmen und verletzen Grundrechte, um klarzumachen „wie gefährlich Linksextremismus“ sei. Gemäß dem Wording von BILD und Co. sind die „Hammerbande“ und „Antifa-Ost“ im November 2025 sogar auf der Liste der ausländischen Terrororganisationen der USA gelandet. Militanter Antifaschismus soll durch Einschüchterung und Überwachung lahmgelegt werden.
Wir wollen die Repressionen nicht wirken lassen! Mit unserem Vortrag geben wir euch einen möglichst niedrigschwelligen Einstieg in den Budapest-Komplex. Vorkenntnisse sind nicht nötig!

Details

  • Datum: 13 Oktober
  • Zeit:
    14:00 – 16:00
  • Veranstaltungskategorie:

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